Windows PE steht für Preinstallation Environment (Vor-Installations-Umgebung) und ist eine minimale Windows-Variante, die nur notwendigste Betriebssystembestandteile enthält und oftmals für Installationstätigkeiten zum Einsatz kommt. Durch die kompakte Ausführung kann Windows PE von einem USB-Stick oder optischen Medium gestartet werden, ohne dass der Computer über eine Festplatte oder ein funktionierendes Betriebssystem verfügen muss, oder ein tatsächlich installiertes Betriebssystem nicht verändert werden soll.

Entsprechend groß sind die Vorteile, wenn PC Analyser auf mehreren Computer zum Einsatz kommen soll und keine Windows-Unterschiede bzw. Installationsunterschiede eine Rolle spielen sollen. Weitere Hinweise und Erklärungen zu Windows PE sind bspw. hier zusammengefasst: https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Windows_PE

Vorbereitung:

Für den Erstellungsprozess ist das sogenannte Windows Assessment and Deployment Kit (kurz ADK) notwendig, sowie eine dazugehörige Erweiterung für Windows PE. Diese beiden Pakete sind zunächst herunterzuladen und dann mit den Standardeinstellungen zu installieren:

  • Windows ADK für Windows 10, z.B. Version 2004
  • Windows PE-Add-On für das ADK, z.B. Version 2004

https://docs.microsoft.com/de-de/windows-hardware/get-started/adk-install

Erstellprozess:

Zunächst werden die sogenannten Arbeitsdateien erstellt, indem die Umgebung für Bereitstellungs- und Imageerstellungstools mit Administratorrechten gestartet wird. Sie finden diese Kommandozeile gewöhnlich im Startmenü unter “Windows Kits -> Umgebung für Bereitstellungs- und Imageerstellungstools”. Dort klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen unter “Mehr -> Als Administrator ausführen”. Über diese Kommandozeile wird das sogenannte CopyPE-Tool mit 2 Parametern gestartet, einmal die Zielplattform und einmal das Verzeichnis, in dem die Arbeitsdateien erstellt werden:

copype amd64 C:\WinPE_amd64

Der erste Eintrag ist das CopyPE-Tool selbst. Der zweite definiert die Zielplattform, wobei amd64, x86 oder Arm möglich sind. Verwenden Sie für ein 64 Bit-Windows PE idealerweise amd64 sowie für ein 32 Bit-Windows PE dann x86. Der dritte Parameter definiert das Arbeitsverzeichnis, welches erstellt wird.

Weitere Parameter und Beschreibungen zu CopyPE finden Sie hier: https://docs.microsoft.com/de-de/windows-hardware/manufacture/desktop/copype-command-line-options

Danach wird das startbare Medium erstellt, welches idealerweise ein USB-Stick sein sollte. Hierfür ist der Laufwerksbuchstabe notwendig, den Sie über den Arbeitsplatz oder Windows Explorer in Erfahrung bringen können. Mithilfe des MakeWinPEMedia-Tools wird der eigentliche Erstellungsprozess durchgeführt:

MakeWinPEMedia /UFD C:\WinPE_amd64 P:

Der erste Eintrag ist das MakeWinPEMedia-Tool selbst. Der zweite /UFD-Parameter definiert die Festlegung eines USB-Sticks als zu erstellendes Medium. Der dritte Parameter definiert das zuvor mit CopyPE erstellte Arbeitsverzeichnis. Der vierte Parameter definiert den Laufwerksbuchstaben des USB-Sticks.

Bitte beachten Sie, dass der Aufruf des MakeWinPEMedia-Tools den USB-Stick formatiert, also alle darauf befindlichen Daten verloren gehen. Dafür erscheint direkt am Anfang eine Abfrage: WARNING, ALL DATA ON DISK DRIVE D: WILL BE LOST!, die mit J bestätigt werden muss.

Weitere Parameter und Beschreibungen zu MakeWinPEMedia finden Sie hier: https://docs.microsoft.com/de-de/windows-hardware/manufacture/desktop/makewinpemedia-command-line-options

Der Erstellungsprozess wird mit folgenden Aktionen durchgeführt:

  • Formatierung des USB-Sticks
  • Bootkennung für USB-Stick setzen
  • Dateien auf USB-Stick kopieren
  • Ergebnis (z.B. Success -> Erfolgreich) anzeigen

Das erstellte USB-Laufwerk lautet dann mit seiner Bezeichnung “WINPE” und abschließend sollte PC Analyser und eine evtl. zuvor erstellte Lizenzdatei auf den USB-Stick kopiert werden. Beachten Sie, dass die 64 Bit-Version von PC Analyser nur auf einem mit amd64 erstellten Windows PE lauffähig ist, die 32 Bit-Version hingegen auf einem mit x86 erstellten Windows PE. Die Lizenzdatei “PCAnalyserLicense.dat” sollte ebenfalls auf den USB-Stick kopiert werden, da Sie die Demo-Version in eine Vollversion umwandelt und erstmalig bei der Eingabe des Lizenzschlüssels erstellt wird. Es wird empfohlen, die Programm- und Lizenzdatei jeweils im obersten Verzeichnis des USB-Sticks zu speichern, damit unter Windows PE die kommandozeilenbasierte Navigation leichter gelingt.

Bootprozess:

Sobald der USB-Stick vorbereitet wurde, muss im BIOS die Bootreihenfolge entsprechend geändert werden oder über eine spezielle Taste (die je nach Hauptplatinenhersteller unterschiedlich ist, z.B.F8) ein separates Bootauswahlmenü geöffnet werden. Windows PE startet anschließend und zeigt die Fertigstellung des Startvorgangs durch die Darstellung einer Kommandozeile an, in der folgender Pfad vorausgewählt ist:

X:\Windows\System32

Im letzten Schritt wechseln Sie mit der Kommandozeile auf das USB-Laufwerk. Je nach bereits vorhandenen Laufwerken gehen Sie nacheinander die Laufwerke ab C: durch und lassen sich mit dir die Inhalte anzeigen, bis das korrekte Laufwerke mit den PC Analyser-Dateien gefunden wird. Danach starten Sie PC Analyser durch Eingabe der Programmdatei (z.B. PCAnalyser_V410_32Bit.exe oder PCAnalyser_V410_64Bit.exe).

Nun können Sie mit PC Analyser wie gewohnt arbeiten.

Durch Eingabe von exit wird das Kommandozeilenfenster geschlossen und der Computer automatisch neu gestartet. Dieser Befehl sollte folglich nach dem Schließen von PC Analyser stattfinden.

Weitere Anleitungen:

Weitere Beschreibungen sowie den vollständigen Prozess finden Sie unter folgender Adresse:

https://docs.microsoft.com/de-de/windows-hardware/manufacture/desktop/winpe-create-usb-bootable-drive